Studienkredite - Studiumfinanzierung -
Bildungskredite
23. Februar 2008 © Schulphysik

 

 

Darlehen auch vom Studentenwerk möglich

Wenn es um die Finanzierung des Studiums geht, ist das Studentenwerk immer eine gute Adresse. Hier finden Sie unabhängige Beratung zu den verschiedenen Angeboten, die es auf dem Markt gibt. Wenn diese alle ausgeschöpft sind oder für Sie nicht in Frage kommen, bieten einige Studentenwerke auch selbst zinsgünstige oder zinsfreie Darlehen an, mit denen Sie Ihr Studium finanzieren können. Dazu haben sie Darlehenskassen eingerichtet. Um gefördert zu werden, muss man allerdings entweder unverschuldet in Not geraten oder fast mit dem Studium fertig sein. Trifft das auf Sie zu, so können Sie beim Studentenwerk einen Antrag auf ein Darlehen stellen.

Darlehen in Notsituationen

Im Notfall, beispielsweise bei längerer Krankheit, können Sie sich einmalig eine bestimmte Summe auszahlen lassen. Es ist aber auch möglich, die Auszahlung über einen gewissen Zeitraum auszudehnen. Dieses Angebot gilt auch für internationale Studenten. Die Konditionen unterscheiden sich von Studentenwerk zu Studentenwerk. In jedem Fall muss das Darlehen aber zurückgezahlt werden.

Darlehen in der Studienabschlussphase

Viele bekommen in den letzten paar Semestern ihres Studiums kein BAföG mehr. Arbeiten kann man in dieser Zeit auch nur noch wenig, denn schließlich muss und möchte man sich ja auf die Prüfungen konzentrieren. Auch in dieser Situation bietet das Studentenwerk Hilfe an. Wer nachweist, dass er kurz vor dem Abschluss steht, kann ein Darlehen bekommen. Allerdings darf das Geld nur für Dinge ausgegeben werden, die unmittelbar mit dem Studium zusammenhängen. Ein Darlehen des Studentenwerks erhält man in der Regel nur, wenn man vom Staat nicht mehr gefördert wird. Es ist zeitlich begrenzt und man muss bestimmte Sicherheiten erbringen. Die Studentenwerke vergeben die Darlehen freiwillig. Studenten haben also keinen Rechtsanspruch darauf.

Beispiele

Wer sich für ein Darlehen des Studentenwerks interessiert, sollte direkt dort nachfragen. An einigen Universitäten gibt es neben überregionalen auch lokale Angebote. In der Regel kommen sie aber immer nur für die Studenten der jeweiligen Hochschule in Frage. Hier stelle ich Ihnen zunächst einmal nur die Darlehen der Studentenwerke einiger Bundesländer vor.

Berlin

Die studentische Darlehenskasse Berlin bietet ein Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten an. Bis dahin müssen Sie mit dem Studium fertig sein. Im Monat werden höchstens 670 € gezahlt, insgesamt maximal 8.040 €. Sieben Monate nach der letzten Auszahlung müssen Sie anfangen, das Darlehen zu tilgen. Dabei zahlen Sie am Anfang 75 bis 100 € im Monat. Mit der Zeit werden die Raten aber höher, denn nach sieben Jahren muss das Darlehen komplett zurückgezahlt sein. Auch die Zinsen steigen während dieser Zeit an. Liegen sie in den ersten zwei Jahren noch bei 4 Prozent nominal, werden vom fünften Jahr an 6 Prozent verlangt. Um das Darlehen der studentischen Darlehenskasse Berlin zu bekommen, muss man zwei Bürgen stellen und an einer Hochschule in Berlin studieren.

Bayern

Auch die Darlehenskasse der bayerischen Studentenwerke bietet ein Studienabschlussdarlehen an. Hier kann man 24 Monate lang maximal den BAföG Höchstsatz bekommen. Momentan sind das bis zu 585 €. Bis Ende 2008 wird der BAföG-Satz auf maximal 643 € steigen. Möglicherweise verändert sich dann auch die Darlehensobergrenze. Zu Anfang zahlen Sie bei der bayerischen Darlehenskasse 2 Prozent Zinsen. Dazu kommen weitere drei Prozent für alles, was nach dem fünften Jahr noch nicht abbezahlt ist. Das Darlehen kann nur beantragen, wer an einer Hochschule in Bayern studiert, die mit einem Studentenwerk zusammenarbeitet. Außerdem braucht man einen Bürgen und sollte in der Endphase des Studiums sein.

Hessen

Die studentische Darlehenskasse Hessen unterstützt Sie ebenfalls für ein Jahr bei Ihrem Abschluss. Wie viel Geld Sie währenddessen brauchen, können sie selbst bestimmen. Die Höchstgrenze liegt aber bei 2.300 €. Auf die Gesamtsumme müssen Sie einmal 8 Prozent Zinsen zahlen. Ansonsten ist das Darlehen aber zinsfrei. Im Darlehensvertrag wird ein Stichtag festgelegt. Das ist entweder der 1. Februar oder der 1. August des laufenden oder des Folgejahres. Von diesem Datum an hat man drei Jahre Zeit, bis die Rückzahlung beginnt. Danach wird das Darlehen innerhalb von fünf Jahren getilgt, wobei Sie jedes Jahr eine gleich hohe Rate zahlen müssen. Es wird über die Studentenwerke an den einzelnen Hochschulen in Hessen vergeben. Bekommen kann das Darlehen nur, wer deutscher Staatsbürger und an einer hessischen Universität eingeschrieben ist.

Nordrhein-Westfalen

Wer in Nordrhein-Westfalen studiert, kann kurz vor dem Abschluss auch ein Darlehen vom Studentenwerk bekommen. Allerdings muss jemand für Sie bürgen. Die Darlehenskasse zahlt insgesamt höchstens 6.200 €. Man kann sich das in Monatsraten zu maximal 500 € aufteilen. Von der letzten Auszahlung werden 5 Prozent des Gesamtbetrags abgezogen. Davon deckt die Darlehenskasse ihre Kosten. Ansonsten ist das Darlehen zinsfrei. Zwölf Monate, nachdem Sie das letzte Mal Geld bekommen haben, müssen Sie mit der Tilgung anfangen. Jeden Monat werden 130 € zurückgezahlt. In Ausnahmefällen kann man vereinbaren, dass niedrigere Raten gezahlt werden dürfen. Es ist auch möglich, die Zahlung eine Zeitlang aufzuschieben. Währenddessen verlangt die Darlehenskasse der Studentenwerke aber 6 Prozent Zinsen pro Jahr.

Umgekehrter Generationenvertrag

Private Universitäten verlangen in der Regel sehr hohe Studiengebühren. Damit nicht nur Kinder reicher Eltern dort studieren können, haben viele einen umgekehrten Generationenvertrag eingerichtet. Dabei handelt es sich auch um eine Art Darlehen. Der Student zahlt während seines Studiums keine Gebühren. Dafür verpflichtet er sich, nach dem Abschluss einen bestimmten Prozentsatz seines Gehalts an die Universität zurückzuzahlen. Davon finanziert diese dann wieder die Studiengebühren der nächsten Studentengeneration. Der umgekehrte Generationenvertrag hat auch den Vorteil, dass Sie sich im Studium nicht komplett verschulden. Wie viel Sie hinterher zurückzahlen, hängt von Ihrem Einkommen ab. Wer gut verdient, muss viel zurückzahlen, wer wenig verdient, zahlt wenig zurück.

Die Idee

Die Idee für den umgekehrten Generationenvertrag an Hochschulen stammt von den Studenten der Universität Witten/Herdecke. Hier kostet ein Studium etwa 15.000 €. Mit dem umgekehrten Generationenvertrag kann man diese Summe nach dem Studium zurückzahlen. Die Universität bekommt in jedem Fall acht Jahre lang 8 Prozent Ihres Einkommens. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie auf diese Weise insgesamt mehr oder weniger als die Kosten Ihres Studiums bezahlen. Mit dem umgekehrten Generationenvertrag kann man sich auch ein Studium an der Bucerius Law School in Hamburg finanzieren. Wie in Witten/Herdecke muss man auch hier 8 Prozent des Einkommens zurückzahlen, sobald man nach dem Abschluss einen Job gefunden hat. Diese Verpflichtung dauert zwar zehn Jahre, bei 75.000 € ist aber Schluss. Mehr muss niemand an die Law School zurückzahlen.

 



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