Studienkredite - Studiumfinanzierung -
Bildungskredite
23. Februar 2008 © Schulphysik

Der EURIBOR-Zins

Der Zinssatz für viele Studienkredite ist variabel. Das heißt aber nicht, dass die Banken sich aussuchen können, wie viel sie verlangen. Es bedeutet nur, dass sich das Zinsniveau ständig verändert und an die Entwicklung des freien Marktes anpasst. Dabei orientiert es sich jedoch an einem Basiszins. Das ist der sogenannte EURIBOR, kurz für European Interbank Offered Rate. Er dient den europäischen Banken als Leitzins.

Definition

Der EURIBOR ist der Zins, zu dem sich Banken in Europa gegenseitig Geld leihen. Er wird jeden Tag um 11 Uhr in Brüssel berechnet. Diese Aufgabe übernimmt der Informationsanbieter Telerate. Dazu teilen ihm 57 ausgewählte Banken mit, zu welchem Zinssatz sie momentan für ein bis zwölf Monate Geld verleihen. Aus diesen Angaben wird ein Mittelwert berechnet, nach dem sich die Banken bei Geldanlagen innerhalb dieser Laufzeit richten. Deshalb nennt man den EURIBOR auch Referenzzinssatz. Er steht jeden Tag im Wirtschaftsteil der Zeitung.

Zweck

Der EURIBOR ist ein Bezugspunkt für die europäischen Banken. Wenn man sich kurzfristig Geld von ihnen leihen möchte, dient er oft als Verhandlungsbasis. Viele legen ihr Geld auch auf einem sogenannten Festgeldkonto an. Sie können es dann für längere Zeit nicht abheben. Allerdings zahlen die Banken für Festgelder höhere Zinsen als für das Guthaben auf einem normalen Girokonto. Diese Zinsen werden mit der Bank verhandelt. Um beurteilen zu können, ob Sie ein faires Angebot erhalten, ist es ebenfalls gut, den EURIBOR zu kennen.

Formen

Es gibt verschiedene Formen des EURIBOR. Dabei unterscheidet man danach, wie lange das Geld angelegt wird. Der EURIBOR wird ermittelt für Geldanlagen zwischen einem und zwölf Monaten. Studienkredite sind für die Bank auch eine Anlageform. Sie leiht Studenten Geld und diese bezahlen dafür Zinsen. Die richten sich bei den meisten Studienkrediten nach dem sechs-Monats-EURIBOR. Er wird jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober für ein halbes Jahr festgelegt. Wenn Sie den Kreditvertrag unterzeichnen, gilt für Sie also der EURIBOR-Zinssatz, der an einem dieser Tage für Geldanlagen über ein halbes Jahr ermittelt wurde. Der Studienkredit läuft dann sechs Monate zu diesen Konditionen. Dann schaut sich die Bank wieder den sechs-Monats-EURIBOR an und ändert die Konditionen entsprechend. Da der EURIBOR ein Durchschnittswert ist, schlagen Banken üblicherweise noch 0,5 bis 2 Prozent drauf. Davon decken sie ihre Verwaltungskosten und das Risiko, dass der Kredit nicht zurückgezahlt wird.

Wettbewerb

Der EURIBOR dient auch der Regulierung des Wettbewerbs. Wenn sich alle europäischen Banken daran orientieren, unterscheiden sich ihre Zinssätze kaum voneinander. Doch natürlich spielen nicht nur die bei einem Studienkredit eine Rolle. Für welches Angebot Sie sich entscheiden, sollte auch davon abhängen, wann wie viel Geld ausgezahlt wird, wie lange der Vertrag läuft und wie flexibel er ist.

Banken

Am EURIBOR orientieren sich noch nicht alle Banken. Einige unterbieten ihn auch, um so mehr Kunden anzulocken. Dabei nehmen sie in Kauf, weniger Gewinn zu machen. Aus diesem Grund werden sich wohl auch früher oder später alle Banken am EURIBOR orientieren müssen. Momentan tun das bereits die Deutsche Bank und verschiedene regionale Sparkassen, Raiffeisen- und Landesbanken. Auch die Studien- und Bildungskredite der KfW orientieren sich am EURIBOR. Trotzdem unterscheiden sich die Zinsen bei den unterschiedlichen Angeboten. Das liegt daran, dass die KfW nicht immer das gleiche Risiko trägt. Bei einem Bildungskredit springt zum Beispiel der Staat als Bürge ein. Die KfW kann also ziemlich sicher sein, dass sie ihr Geld zurückbekommt. Deshalb muss sie nicht so viel auf den Leitzins aufschlagen.

 

 



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