JAPTIK habe ich für
Schüler Experimentieren 2002 (= Jugend forscht für jüngere), Themengebiet Physik geschrieben. Im April 2002 wurde ich Landessieger Bayern !
Meine
Zielsetzung ist es, den Strahlenverlauf des Lichtes durch optische Systeme mit geometrischer Optik anhand von JAVA-Applets möglichst exakt zu berechnen und zu zeigen.
Dabei habe ich bewusst JAVA gewählt, weil man solche Applets bzw. Programme direkt im Browser laden kann und sie plattformunabhängig sind, also zum Einsatz auf eigentlich jedem Rechner geeignet sind.
Die
Zielgruppen sind
Schule (z.B. Einsatz im Physikunterricht zur Veranschaulichung des Strahlenganges)
Optiker (zur Berechnung benötigter Werte und gleichzeitiger Veranschaulichung)
Interessierte (zum Verstehen optische Zusammenhänge und Berechnung)
Firmen (v.a. zur Berechnung von Daten, die ohne Geometrie-Unterstützung (bei meinen Applets Geometria von Dr. Ehmke) kaum zu ermitteln wären, siehe Zylinderlinse für LIMO GmbH)
Meine erste Zielsetzung ist es den Strahlenverlauf durch Linsen bzw. Linsensysteme, wie z.B. einem Fernrohr, für den Benutzer möglichst einfach, aber ebenso möglichst exakt zu berechnen und anzuzeigen.
Als ich erkannte, dass bei der Berechnung des Strahlenverlaufs durch dünne Linsen normalerweise nur Näherungen verwendet
werden (z.B. 1/f = 1/g + 1/b, wenn die Linse dicker wird oder die Strahlen zu weit von der optischen Achse entfernt sind, wird das Ergebnis ungenau/falsch) habe ich nach einer allgemeinen Möglichkeit, die auch für dicke Linsen exakt ist, gesucht und bin auf die
Gaußschen Hauptebenen gestoßen (Ergebnis siehe
Hauptebenen-Applet).
Weil es damit jedoch sehr kompliziert ist Linsen mit konkaven oder planen Seiten zu berechnen und das Einbringen einer 2. Linse nur sehr schwer zu überblicken ist, habe ich mich entschlossen das
Snelliusche Brechungsgesetz zu verwenden.
Der Vorteil gegenüber der Hauptebenen-Lösung liegt darin, dass sich wesentlich einfacher der Strahlengang durch alle möglichen optischen Systeme (mit konvexen, konkaven und planen Flächen) berechnen und zeigen lässt, wobei die berechneten Werte sogar oft noch genauer sind.
So basieren die meisten meiner Applets auf dem Brechungsgesetz:
Totalfreflexion,
planparallele Platte,
Kugelfläche,
Linsensystem,
Zylinderlinse und
Schmidtplatte.