Zur Geologie der Haßberge
26. Juli 2000 (C) Schulphysik
Das fränkische Stufenland ist ein erdgeschichlich ruhiges Ablagerungsgebiet. 
Lediglich der Vulkanismus der Heldburggruppe bescherte der Gegend etwas Basalt.

Haßberge, Haßgau, Haßbergland

Ein paar Worte vom verstorbenen Lehrer Mayer, Ditterwind:

Lage und Aufbau

"Zum heilgen Volt von Staffelstein bin ich emporgestiegen, 
Und seh´ die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen. 
Von Bamberg bin zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel 
Die weite stromdurchglänzte Au. Ich wollt' mir wüchsen Flügel." 
Frankenlied ausführlicher mit Ton


So jubelte vor hundert Jahren der Dichter Viktor von Scheffel in seinem zum Volkslied gewordenen "Lied der
Franken - Wohlauf, die Luft geht frisch und rein", als er auf seiner Frankenfahrt von der Höhe den Staffelberges über dem Städtchen Staffelstein freudetrunken den einmalig schönen Fernblick über das Maintal hinweg genoss.
Dieses wellige Hügelland, von "Bamberg bis zum Grabfeldgau" ist unser Haßgau mit seinen Haßbergen. Um es gleich vorweg zu sagen: Die Deutung der Namensgebung dieser nordostfränkischen Landschaft ist immer noch umstritten. Die meisten Heimatkundler aber neigen zu der Ansicht, daß die Bezeichnung "Haßgau", "Haßberg" wohl von den Hessen, dem vormaligen germanischen Volksstamm der Chatten, herrühren muß, die bei der Besiedlung dieser Landschaft zweifelsohne mitbeteiligt waren.

Unser Haßgau mit seinen Haßbergen ist unter den fränkischen Gauen ein fast vergessenes Stück Land, ein
"Dornröschen" in versunkener Romantik. Seine geringe industrielle Erschlossenheit und die geografische Lage, fernab wichtiger Flussläufe, weitab vom ratternden Hetzen bedeutsamer Verkehrslinien, sie mögen schuld daran sein, ist für uns "Haßbergler" gar nicht so leicht, einem Fremden die Lage unserer Haßbergheimat verständlich zu machen.
Am besten gelingt es uns noch, wenn wir Ihn in das gedachte Landschaftsdreieck mit der Bischofsstadt
Bamberg, der Kugellagerstadt Schweinfurt und der alten ehemaligen herzoglichen Residenzstadt Coburg
hinweisen. Selbst in Franken ist es nicht allgemein bekannt, welch ein herrlichen Land um die blauen Höhen der Haßberge, liegt und viele, die weitgereist, schon mancherlei Sehenswürdigkeiten im deutschen Vaterland
bewundert haben, wissen vielleicht nur vom Erdkunde- Unterricht der Schule her, dass die Haßberge ein
Höhenzug im nördlichen Franken sind, Fortsetzung zum Brudergebirge Steigerwald, südlich den Maines.

In der Tat sind die beiden waldigen Höhenzüge vom gleichen Gestein aufgebaut, dem Keupersandstein, der am Südrand der Haßberge In den mächtigen Brüchen Zeil und Eltmann gebrochen wird. Ertragsreiche
Sandsteinbrüche haben wir auf den Rauhberg bei Burgpreppach, der die Steine zum ehemaligen
Reichstagsgebäude in Berlin lieferte. Der Startschuß dazu fiel in das letzte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Von Bamberg aus gehend durch das Baunach- und Weisachstal mit der Endstadion Maroldsweisach führt die
Stichbahn aus den Baujahren 1895/96. Diese Strecke ist übrigens durch den starken Basalttransport aus den Brüchen von Voccawind und Maroldsweisach eine der rentabelsten Stichbahnen Bayerns geworden ( Dies galt noch in den 60er Jahren, aber heute sind alle Eisenbahnen stillgelegt). Früher erreichte man durchs Saaletal Königshofen im Grabfeld (Baujahr 1893/94) und von Haßfurt kommend, fährt man über Königsberg mit dem "Hofinger Schnauferle" in unser (das damalige) Kreisstädtchen Hofheim.
Die geplante Schnellstraße- B303 Schweinfurt-Coburg durch unser Gebiet wird vielleicht unsre Heimat dem
Fremdenverkehr in größerem Umfang erschließen.

Auch hier kam es anders. Die Bewohner des Thüringerwalds und des wiedervereinigten Deutschlands rauschen gerade über diese Schnellstraße in 30 min an den Haßbergen vorbei.


Maroldsweisacher

Basalt


Die Geologische Karte lässt sehr schön die Stufensequenz vom westlichen Muschelkalk über den Keuper (Haßberge und Steigerwald) zum Jura erkennen. Die schwarzen Striche zeigen Basalterguss.
Gipskristalle im Gipskeuper, die Bleiglanzstufe sind am Fuße der Haßberge ausgeprägt.

Geologie Unterfrankens von Scheinpflug 
Geologische Karte von Unterfranken
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