Bildstöcke im Haßgau
21. Juni 2001 (C) Schulphysik

Die Steinkreuze
(Bei Birkenfeld )


Zwei Kreuze seh ich ragen,
dort an dem Wiesenrain,
aus alten grauen Tagen,
verwittert das Gestein.
Ganz ohne Zahl und Zeichen,
so stehen stumm sie da,
als wollten sie's verschweigen,
was hier dereinst geschah.


Wer mögen wohl die beiden
vormals gewesen sein,
die ihre Ruhe fanden
hier unter diesem Stein? -
Die Menschen geh'n vorüber,
sie achten ihrer kaum.
Sie sind schon längst vergessen,
so wie ein flücht' ger Traum.


Wer mag an ihrem Grabe
dereinst gestanden sein,
als man sie hier gebettet
ins Ruhekämmerlein?
Ob sie noch jung an Jahren,
in bester Lebenskraft,
von einem jähen Tode
schnell wurden hingerafft?


Ob sie im Kampf und Streite
ihr Leben büßten ein,
so daß man sie hier beide
gebettet hat hinein?
Wir können's nicht erforschen,
die Kreuze deuten's mir,
daß Jahre und Jahrzehnte
verwischten jede Spur.


Denn alles hier auf Erden
ist ja Vergangenheit,
und alles unterworfen
dem Wechsel dieser Zeit.
Wer auch vorüber gehet,
Ihr Menschen, groß und klein,
Ihr werdet auch vergehen
und dann vergessen sein.


Man wird es nicht mehr wissen,
wer Ihr gewesen seid
und auch Euch nicht vermissen,
schon nach geraumer Zeit. -
D' rum lerne es bedenken,
wie kurz die Lebenszeit
und halte Dich zum Sterben
auch jeden Tag bereit,
daß, wenn Dein Nam' auf Erden
wird längst vergessen sein,
er dann noch ist geschrieben
ins Buch des Lebens ein.

(Eine Bäuerin)


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