OnlinePublizierung

27. Juni 2012 © Schulphysik">email: Schulphysik

Online Publizierung in der Physik wird zur Finanzierungsfrage

Das Kostenmanagement hat auch in der Wissenschaft Einzug gehalten. Und zwar nicht erst seit heute. Schon im Zusammenhang mit der Ausschreibung der Elite Universitäten im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern rückte auch der Begriff Kostenreduzierung stärker in den Fokus von Professoren und Universitätsführung. Davon sind in immer stärkeren Maß auch die wissenschaftlichen Verlage betroffen.
Die Physik hat aufgrund Ihrer Bedeutung in der Wissenschaft und ihrer Dynamik was die Forschungsergebnisse sowohl für die Community als auch für die angewandte Wirtschaftsintegration betrifft, seit jeher eine führende Rolle in der Onlinepublizierung eingenommen. Nicht umsonst ist die Keimzelle des Internets physikalischen Ursprungs.
Hintergrund für den öffentlichen online Zugriff (Open Access) war die lange Dauer zwischen der Einsendung des Artikelmanuskripts über das zeitaufwendige Peer Review bis endlich zur Veröffentlichung. Licht konnten so 1 bis 2 Jahre vergehen, bis der Artikel in einer der angesehenen Fachzeitschriften wie „Physik in unserer Zeit“, „Advances in Physics“ oder Physical Review publiziert war. man rechtlichen Fehlern auf diesem Gebiet aus dem Weg gehen will.

Die Finanzierung wissenschaftlichen Zeitschriften erfolgte lange über Autorengebühren

Die Finanzierung der Zeitschriften erfolgte häufig über Autorengebühren, wie beispielsweise bei dem „New Journal of Physics“. Inzwischen gibt es Probleme bei der Finanzierung der Zeitschriften, eigentlich handelt es sich um ein Problem der Bibliothekenfinanzierung (Botz 2006).
Die Zeitschriften finanzierten sich wesentlich über Autorenbeiträge und Mitgliedsbeiträge. Inzwischen besteht aber ein enormer Kostendruck und genau wie bei den Printmedien wird rationalisiert. Deshalb weichen viele Verlage auf ein Sponsoring aus, um die Kosten breiter zu streuen und überhaupt decken zu können. Die Finanzkrise erleichtert die finanzielle Abwicklung sämtlicher Publikationsprozesse natürlich in keiner Weise.

Die Zuwendungen durch Stiftungen sinken aufgrund der geringen Zinsen

Gerade im Sponsoring stammen finanzielle Mittel aus Stiftungen, die Zuwendungen aus den Zinsen ihres Stiftungskapitals erwirtschaften. Die Zinsen sind allerdings in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Dies betrifft weite Teile der westlichen prosperierenden Wirtschaftsnationen. Infolgedessen gehen die Zuwendungen (Sponsoring) in ihrer Höhe zurück. Da Stiftungen ihr Stiftungsvermögen aufgrund der Gründersatzung konservativ anlegen müssen, werden große Teile in Anleihen, Tagesgeld und Festgeld und nur zu geringeren Teilen in Aktienfonds investiert. Ganz im Gegensatz zu manchen amerikanischen Stiftungen, die auch in Private Equity und Hedgefonds das Stiftungsvermögen oder Teile davon eingebracht haben. Oder die deutsche Harvard Business School Foundation, die mit dem Stiftungsvermögens über die DWS in dem „DVGStiftungsfonds“ investiert ist.

Botz, Georg W. (2006): New Journal of Physics. The open access journal for physics. In: Ertmann, Dietmar (Hrsg.). Bibliothek in der Kostenkrise, Weimar: Bauhaus-Univ., Univ.-Verl.



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