Die Schulsternwarte des Gymnasiums Bad Kissingen in Bayern

Leiter OStR Kurt Blaschke (Mathematik / Physik / Astronomie)

 

Astronomische Aufnahmen:

Endzustände von Sternen:

Die Endphase, der Tod eines Sterns, kann spektakulär in Form einer Supernova (M1) oder weniger dramatisch im Rahmen einer Nova (vielleicht M27 oder M57) ablaufen. Der Crabnebel M1 im Sternbild Stier ist der Überrest der 1054 n. Chr. aufgetretenen Supernova, die für kurze Zeit sogar am Taghimmel sichtbar war. Im Maximum des Ausbruchs kann die Leuchtkraft eines solchen Ereignisses eine Helligkeit erreichen, die die vorher vorhandene Leuchtkraft um das 100.000 fache Übertreffen kann. Im Innern der Explosionswolke befindet sich ein Pulsar, der als Neutronenstern mit einer extrem hohen Dichte, einem sehr kleinen Radius und mit sehr hoher Winkelgeschwindigkeit gedeutet werden kann.

Die Planetarischen Nebel M27 (Hantelnebel) und M57 (Ringnebel in der Leier) können Überreste von Novaexplosionen oder eher noch von gewaltigen aufgeblähten roten Riesensternen sein. Im Zentrum befinden sich sehr heiße Weiße Zwerge, die die abgestoßene Wasserstoffmaterie durch ihre Ultraviolett - Strahlung zu eigenem Leuchten anregen.

 

M1: Das Überbleibsel der Krebsnebel-Supernovaexplosion im Stier, dehnt sich mit einer Geschwindigkeit von fast 1000 km in der Sekunde aus. Im Inneren der expandierenden Gaswolke befindet sich ein schnell rotierender Neutronenstern, ein sogenannter Pulsar, der eine Rotationsdauer von 30 ms aufweist. Die Dauer des Ausbruchs betrug 22 Monate und wurde von den Chinesen im Jahr 1054 n.Chr. beobachtet; das Objekt ist etwa 4800 Lichtjahre entfernt.

 

 

M27:

Der planetarische Nebel besteht aus einer Gashülle, die vor etwa 50000 Jahren aus dem Zentralstern herausgeschleudert wurde. die Gasblase dehnt sich mit einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern in der Sekunde aus und hat mittlerweile einen Durchmesser von über 2 Lichtjahren erreicht. Der Überrest Weißer Zwerg ist deutlich im Zentrum zu erkennen. Dieser Nebel ist von der Erde nur 1000 Lichtjahre entfernt. Belichtungszeit 8 mal 30 sec am 2.08.95 um 00.18 Uhr.

 

M57:

Der Planetarische Nebel, bekannt als Ringnebel in der Leier, besteht aus Gas, das vor etwa 20000 Jahren vom Zentralgestirn in der Mitte des Nebels ausgeworfen wurde. Er ist fast 2000 Lichtjahre von uns entfernt.

 

 

M76:

Der planetarische Nebel im Perseus befindet sich in einer Entfernung von etwa 3600 Lichtjahren.

 

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10. Oktober 1997 © K.Blaschke

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