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2. Juni 2000 ©
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Neue Schlangen braucht das Land 
Bundesamt für Naturschutz fördert Würfelnattern in Sachsen Bonn/Meißen
Pressemitteilung Bundesamt für Naturschutz, 29.05.2000
von Heike Sommer
Im Rahmen eines vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderten Projekts werden heute 75 Würfelnattern am Elbufer bei Meißen freigelassen. Die jungen Würfelnattern sind bleistiftdick und spaghettilang und wurden in der Tschechischen Republik nachgezüchtet. Sie verstärken die bereits 1999 ausgesetzte Gründerpopulation der in Sachsen ausgestorbenen Schlangenart. Noch bis zur Mitte dieses Jahrhunderts kamen die wasserliebenden Reptilien natürlicherweise am Fuß der sächsischen Weinstraße vor. Die zunehmende Schadstoffbelastung der Elbe und negative Veränderungen im Uferbereich machten dann auch den letzten Exemplaren den Garaus. Heute haben sich die Umweltbedingungen bei Meißen derart verbessert, dass gute Chancen bestehen, durch gezielte Hilfsmaßnahmen des Bundes die maximal 1 Meter große Würfelnatter dort wieder heimisch zu machen. In Deutschland kommt die vom Aussterben bedrohte, harmlose Fischfresserin nur noch an klimatisch begünstigten Stellen entlang von Mosel, Lahn und Nahe vor. Auf lediglich 500 Exemplare wird der Gesamtbestand von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) geschätzt, die das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben im Auftrag des Bundes sowie der Länder Sachsen und Rheinland-Pfalz durchführt. Die von 1997 bis 2000 durchzuführenden umfangreiche Maßnahmen dienen der Erhaltung und Verbesserung der letzten, durch Schiff- und Freizeitverkehr stark gefährdeten Lebensräume. An der Elbe wurden zu diesem Zweck Steinschüttungen als Sonnenplätze für die wärmeliebenden Schlangen angelegt, die Uferböschung ausgedünnt und ein Würfelnatter-Abweissytem entlang der uferparallelen Kreisstraße installiert, damit die gelegentlich wanderlustigen Tiere nicht überfahren werden. Da die Meißener Bürger Sachsens neue Schlangen bereits im letzten Jahr vorurteilsfrei und mit großem Interesse aufgenommen haben, ist BfN-Präsident Hartmut Vogtmann zuversichtlich: "Mit der zweiten Aussetzungsaktion bei Meißen besteht die große Chance, eine der seltensten Tierarten Deutschlands an der Elbe wieder heimisch werden zu lassen - für uns ein hoffnungsvoller Punktgewinn des Naturschutzes bei der Bewahrung der biologischen Vielfalt in Deutschland."
  Weitere Infos zu den Würfelnatter: · Broschüre für Kinder: "Würfel - Interessantes aus dem Leben der Würfelnattern" in kleinen Mengen kostenlose Abgabe, Bezug: Pressestelle BfN, Bonn

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Sicher im Kleinen lobenswert - nur - Menschen, die auf den Strassen der Republik fahren, dürfen nicht in Gefahr geraten, wie das bei manchem Krötenzaun der Fall ist. Der Mensch ist auch Teil der Umwelt.


Wußten Sie schon, dass ein europäischer Kreuzotterbiss meist überlebt wird? Die Reisbauern Asiens dagegen werden der Wasserschlangen in den Feldern wegen meist nicht so alt wie Bauern in nördlicheren Breiten.
Informationen über die Ringelnatter
Natrix natrix, Ringelnatter
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