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8. August 2002 © Schulphysik">email: Schulphysik

Pressemitteilung Geothermische Vereinigung e.V., 07.08.2002
Wenn Forschung zum Geschäft
EnergieSüdwest und Pfalzwerke gründen Geothermiegesellschaft

Von: Werner Bussmann

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Die beiden rheinland-pfälzischen Energieversorgungsunternehmen Pfalzwerke Ludwigshafen AG und EnergieSüdwest AG Landau in der Pfalz haben Ende Juli eine gemeinsame Gesellschaft zur Entwicklung geothermischer Projekte aus der Taufe gehoben. Sitz des geox genanntenUnternehmens ist bei der EnergieSüdwest AG in Landau. Den Vorsitz der Gesellschafterversammlung haben die Pfalzwerke AG übernommen.
Die neue Gesellschaft bietet ein komplettes Angebot von Planung, Bau, Betrieb bis hin zur Finanzierung von geothermischen und aller damit zusammenhängenden Serviceleistungen. Ausschlaggebend für die Gründung der Gesellschaft war insbesondere
im Oberrheingraben vorhandene außerordentliche hohe nutzbare Erdwärmepotenzial: In 2500 m Tiefe liegen hier die Temperaturen bereits bei rund 160 °C gegenüber 75 °C in Regionen mit normalen Temperaturbedingungen.
In 5000 m Tiefe trifft man im Oberrheingraben auf eine Temperatur von ca. 200 °C, gegenüber ca. 150 °C in Regionen mit normalem durchschnittlichen Temperaturgradienten. Beide Energieversorger sitzen mitten drin in - oder besser - genau passend oben drauf auf diesen Ressourcen. Je höher die Temperatur, desto besser die Wirtschaftlichkeit: Da bietet es sich an, das sowieso schon vorhandene Know-how zusammenzufassen und gemeinsam einzusetzen und weiterzuentwickeln. Die EnergieSüdwest hatte bereits ihre geothermischen Aktivitäten in einer eigenen Tochtergesellschaft, der Geo Lan zusammengefasst, die inzwischen an verschiedenen südpfälzischen Geothermiestandorten Aktivitäten zur Wärme- und Stromerzeugung entwickelt hatte. Die Pfalzwerke wiederum partizipieren seit Jahren am Europäischen Hot-Dry-Rock-Forschungsprojekt Soultz-sous-Forêts im benachbarten Elsass.
Mit der Beteiligungsgesellschaft BESTEC GmbH, hat man dort die Geschäftsführung der "Europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV)" übernommen. In Soultz wurde mit dem HDR-Verfahren eine weltweit führende Technologie zur dauerhaften und wirtschaftlichen Nutzung der unerschöpflichen Energiequelle aus der Tiefe entwickelt. Dieses ermöglicht die Gewinnung von Strom aus dem tiefen heißen Untergrund auch außerhalb von vulkanisch gebundenen Regionen. Im kommenden Geschäftsjahr wird in Soultz mit dem Bau einer Pilotanlage zur Wärme- und Stromerzeugung begonnen. Personell ist man mit den Geschäftsführern Dr. Heiner Menzel und Gunter Wittig hervorragend besetzt. Menzel, Jahrgang 1953, war bis Anfang 2002 bei der WEMAG in Schwerin als Leiter für Energiebeschaffung und energiewirtschaftliche Grundsatzfragen tätig und in diesem Zusammenhang auch verantwortlich für Bau und Betrieb der Geothermieanlage in Neustadt-Glewe und Prokurist der Erdwärme Neustadt-Glewe GmbH, einem Pilotprojekt der hydrothermalen Geothermie, mit dem wertvolle Erkenntnisse für den untertägigen Betrieb geothermischer Dubletten gewonnen wurden. In diesem Zusammenhang war er dort auch für die Koordination der Forschungsarbeiten zuständig. Seit Mai 2002 leitet er als Geschäftsführer der LanGeo in Landau die geothermischen Aktivitäten der EnergieSüdwest. Gunther Wittig, Jahrgang 1956 ist Leiter der Abteilung Vertrieb Kunden und Abrechnung der Pfalzwerke, seit Juli 2001 Geschäftsführer der BESTEC GmbH und für diese Mitglied im Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung bei der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung Wärmebergbau in Soultz-sous-Forêts. Mit der BESTEC und der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung ist aber auch noch ein weiterer profilierter Name aus der HDR-Forschung verbunden. Ihr geschäftsführender Vorsitzender, Dr. Jörg Baumgärtner, hat sich vor allem, als erfolgreicher wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Forschungsvorhabens in Soultz einen in der Geothermie weltweit anerkannten Ruf erworben.
Schon aus dieser personellen Konstellation heraus lässt sich deutlich ablesen, dass die Geox Tätigkeiten nicht auf den Oberrheingraben beschränken wird, denn erstens gibt es auch in anderen Regionen Deutschlands, in Bayern und Norddeutschland z. B. vergleichbare geothermische Verhältnisse und zweitens ist die dem neuen Unternehmen geballte Kompetenz schon immanent auf "grenzüberschreitende" Aktivitäten angelegt.
Der Schwerpunkt wird auf die Entwicklung geothermischer Kraftwerkstechnologien gelegt werden, nachdem die geothermische Stromerzeugung durch das Erneuerbare Energien Gesetz auch in Deutschland auf eine wirtschaftliche Basis gestellt werden konnte.
Weitere Informationen zu allen Bereichen der Geothermie finden Sie, ständig aktualisiert, auf unserer Homepage www.geothermie.de .

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