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18. März 2000 © Schulphysik">email: Schulphysik

Pressemitteilung Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), 08.März.2000
Von Nanophysik bis Kosmologie
Frühjahrstagungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
 ergänzt: Dresden im Detail und Regensburg
Regensburg: Physik als Innovationsgenerator
Die traditionellen Frühjahrstagungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) finden wie jedes Jahr im März und April statt. Auf den fünf Fachtagungen werden circa 5000 Wissenschaftler - darunter zahlreiche Nachwuchsforscher - in Vorträgen und auf Postersitzungen aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen. Zu den Referenten gehören mehrere Nobellaureaten, so auch Gerard ´t Hooft, ausgezeichnet mit dem Physik-Nobelpreis im letzten Jahr. Das gesamte Spektrum der aktuellen Forschung - von der Nanophysik bis zur Kosmologie - ist auf den Frühjahrstagungen vertreten. In Symposien wie "Energie und Umwelt" oder "Biologie und Physik" diskutieren Wissenschaftler über fachübergreifende Themen. Lehrerfortbildungen sowie öffentliche Abendvorträge und Podiumsdiskussionen zur Arbeitsmarktlage für Physiker und Physikerinnen runden das Programm ab.
Die Termine:
Potsdam Montag, 13. März - Donnerstag, 16. März
Dresden Montag, 20. März - Freitag, 24. März
Bremen Dienstag, 21. März - Freitag, 24. März
Regensburg Montag, 27. März - Freitag, 31. März
Bonn Montag, 3. April - Freitag, 7. März















Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.dpg-physik.de/presse/term.htm
Deutsche Physikalische Gesellschaft Pressestelle c/o Iser & Putscher GmbH Telefon 02224-95 195 18 Fax 02224-95 195 19 E-mail: pr.dpg@iser-putscher.de


Technische Universität Dresden,
16.03.2000 Treffen der Spitzenforschung:
Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Dresden

Ihre 64. Haupttagung veranstaltet die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) in diesem Jahr vom 20. bis 24. März an der Technischen Universität Dresden. Die Organisatoren rechnen mit weit über 1000 Teilnehmern, dar-unter renommierte Gäste aus dem Ausland wie der Physik-Nobelpreisträger des letzten Jahres, Gerard ´t Hooft. Im Blickfeld der Physiker und Physikerinnen: neueste Forschungsergebnisse über den Ur-knall, die kleinsten Bausteine der Materie, die Schwerkraft und die Strahlenphysik. Auf der Tagungsordnung stehen überdies Rüstungskontrolle, Energietechnik und auch die Situation der Frauen in der Physik. Eine Lehrerfortbildung, ein öffentlicher Abendvortrag und eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Arbeitsmarktchancen für Physiker" runden das Programm ab. Die Tradition der Physikertagungen begann 1921 in Jena, im vergangenen Jahr fand der Kongress in Heidelberg statt. Nun treffen sich Nachwuchswissenschaftler und Spitzenforscher erstmals zur Jahrestagung der DPG in Dresden. Dort vertreten sind folgende Fachverbände: "Physik der Hadronen und Kerne", "Teilchenphysik", "Gravitation und Relativitätstheorie", "Strahlenphysik und Strahlenwirkung", "Didaktik der Physik" sowie "Theoretische und Mathematische Grundlagen der Physik". An der Tagung nehmen außerdem die Arbeitskreise "Physik und Abrüstung", "Energie" sowie "Chancengleichheit" teil. So spiegelt sich auch in den fachübergreifenden Symposien die Vielfalt der Themen und Tagungsbeiträge wider, zwei Beispiele: Das Symposium "Symmetriebrechung" nimmt eine gewisse Abweichung zwischen Materie und Antimaterie unter die Lupe, ein fundamentales Phänomen aus der Welt der Elementarteilchen. Das Symposium "Plutonium - und was nun?" setzt sich mit der Entsorgung von Plutonium aus Kernreaktoren und Atomwaffen auseinander.
Während einer Festsitzung Mittwoch, den 22. März, ehrt die DPG sechs Wissenschaftler für ihre herausragende Forschung, darunter einen französischen und einen Schweizer Kollegen. Prominente Teilnehmer der Festveranstaltung sind Kurt Biedenkopf, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, und Alexander M. Bradshaw, Präsident der DPG. Den Festvortrag zum Thema "Physik und Menschenrechte" hält der US-Amerikaner Joel L. Lebowitz. In Dresden werden außerdem zehn Schüler ausgezeichnet. Sie erhalten den Schülerpreis der DPG für ihre Leistungen bei der Physikolympiade und dem Internationalen Turnier Junger Physiker (IYPT). Dagmar Schipanski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Thüringen, moderiert Montag, den 20. März, ein hochkarätig besetztes öffentliches Forum unter dem Titel "Arbeitsmarktchancen für Physiker". Diese Podiumsdiskussion findet ab 19:30 Uhr im Audimax der TU Dresden (Hörsaalzentrum, Bergstr. 64) statt. Der Eintritt ist frei.
Neugierige können den Kernphysiker Reinhard Stock auf einen Ausflug zur Geburtsstunde des Weltalls begleiten. Dem Reisenden wird dabei auch das so genannte "Quark-Gluon-Plasma" begegnen, ein exotischer Zustand der Materie, der kurz nach dem Urknall existierte und mittlerweile am Teilchenlabor CERN für Sekundenbruchteile nachgebildet wurde. Die Reise startet am 22. März planmäßig um 19:30 Uhr, Reisekosten fallen nicht an. Treffpunkt ist das Audi-max der TU Dresden (Hörsaalzentrum) - Titel des öffentlichen Abendvortrags: "Die ersten drei Minuten des Universums". Auf einen Abstecher in die nähere Vergangenheit begibt sich der "Vortrag zur Geschichte der Physik in Dresden" (23. März, 12:00 Uhr, HS2, Hörsaalzentrum). Am Vormittag des 23. März hält Richard L. Garwin, einer der führenden Rüstungskontrollexperten der USA, einen Plenarvortrag über Perspektiven der nuklearen Abrüstung (9:00 Uhr, Audimax, Hörsaalzentrum). Dies ist ebenfalls ein Schwerpunkt der Fachsitzung des Arbeitskreises "Physik und Abrüstung" und ein Thema von großer Aktualität: Erst kürzlich hat die DPG in einer offiziellen Stellungnahme die USA, Russland, China sowie weitere Staaten aufgerufen, den Atomteststoppvertrag völkerrechtlich anzuerkennen (http://www.dpg-physik.de/dpg/veroef.htm).
"Wenn der Knorpel knirscht - Computersimulationen zur Biomechanik des Sports" so lautet einer der Vorträge im Rahmen der Lehrerfortbildung, die am 23. März um 14:15 Uhr beginnt (Großer Physikhörsaal, Zellescher Weg 16). Vorab findet eine Podiumsdiskussion zur Koedukation unter dem Titel "Getrennter Physikunterricht?" statt (12:30 Uhr, G38, von-Gerber-Bau, Bergstr. 53). Für Lehrer und Lehrerinnen ist die Teilnahme kostenfrei. Auf die Physikerinnen, die unter ihren männlichen Kollegen nach wie vor in der Minderheit sind, macht der Arbeitskreis "Chancengleichheit" in besonderer Weise aufmerksam. Und so heißt einer der Plenarvorträge am letzten Tag der traditionsreichen Physikertagung auch auffordernd: "Frauen in der Physik? Frauen in die Physik!"

64. Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Tagungsgeschäftsführer, Dr. Walter Keller, TU Dresden Telefon (03 51) 4 63-54 74 e-mail: mail.dpg2000@physik.tu-dresden.de
Weitere Informationen finden Sie unter: http://dpg2000.tu-dresden.de/

 

Physik als Innovationsgenerator:
Internationale Tagung der Festkörperforschung in Regensburg
Vom 27. bis 31. März veranstaltet der Arbeitskreis Festkörperphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) seine diesjährige Frühjahrstagung an der Universität Regensburg. Vorgestellt werden aktuelle Forschungsergebnisse aus der Welt der kondensierten - der festen und "weniger" festen - Materie. Vertreten sind solch unterschiedliche Fachgebiete wie Halbleiterelektronik, Nanomechanik oder Biophysik. Die Organisatoren erwarten bis zu 3000 Teilnehmer, darunter prominente Gäste wie den Präsidenten der American Physical Society, James S. Langer, den Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Ernst-Ludwig Winnacker, und Nobelpreisträger Klaus von Klitzing. Eine Lehrerfortbildung, öffentliche Abendvorträge und eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Life Science - Neue Berufsperspektiven für Physiker" runden das Programm ab. Nach der American Physical Society ist die DPG die zweitgrößte physikalische Fachgesellschaft weltweit. Rund ein Drittel ihrer 30.000 Mitglieder gehört dem Arbeitskreis Festkörperphysik an, der bereits zum sechsten Mal seine Frühjahrstagung an der Universität Regensburg ausrichtet. An dem Programm beteiligt sind außerdem die Österreichische Physikalische Gesellschaft, die Nederlandse Natuurkundige Vereniging sowie die Union of Czech Mathematicians and Physicists. Überdies tritt in Regensburg der Beratende Ausschuss der Industriephysiker zusammen, der zum Abschluss eines "Industrietages" über Physik und Biotechnologie am 30. März eine öffentliche Podiumsdiskussion veranstaltet (16:00 Uhr, H17, Gebäude der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften). Die Vielfalt der Tagungsthemen spiegelt sich wider in einem dicht gepackten Programmband, der beinahe 2500 Beiträge aus der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung auflistet. Ein für technische Anwendung hoch interessantes Thema ist die Magnetoelektronik und eng damit verbunden der spinabhängige Elektronentransport in Halbleitern.
Hierüber berichtet Joachim Wecker von der Siemens AG am 27. März (8:30 Uhr, Audimax, Zentrales Hörsaalgebäude).
Nobelpreisträger Klaus von Klitzing stellt am 29. März den Stand der Forschung sowie die historische Entwicklung rund um dem Quanten-Hall-Effekt vor - ein elektronisches Phänomen, das bei extrem tiefen Temperaturen auftritt (8:30 Uhr, Audimax).
Mit dem Quanten-Hall-Effekt befasst sich außerdem eine Fachsitzung am 28. März, an der auch Experten aus den USA, Israel, Österreich und Russland teilnehmen. Über Fortschritte auf dem Gebiet elektrooptischer Werkstoffe wird auf der Fachsitzung "Photonische Kristalle" diskutiert (27. März). Technische Bauelemente aus diesen Materialien könnten für die "Photonik" eine ähnlich rasante Entwicklung einleiten, wie sie in der Elektronik während der letzten Jahrzehnte stattgefunden hat.
Um neue Technologien für Flachbildschirme geht es am 27. und am 30. März. Von organischen Halbleitern versprechen sich Wissenschaftler und Ingenieure besonders handliche Anzeigen, die sich sogar zusammenrollen lassen. Prototypen gibt es bereits. Dagegen sind magnetische Etiketten, mit denen Kaufhäuser ihre Ware vor Ladendieben schützen, schon lange serienreif. Solche Metallstreifen sind ein Beispiel für magnetische Sensoren, die in unterschiedlichster Ausführung auch in Kraftfahrzeugen oder den Leseköpfen von Festplatten zum Einsatz kommen. Physikalische Grundlagen und Technik von Magnetfeld-Sensoren stehen im Blickpunkt einer Fachsitzung am 27. März.
Weitere Akzente haben die Veranstalter durch eine Reihe von Symposien gesetzt, in denen es beispielsweise um chemische Reaktionen an Festkörperoberflächen (30. März) geht. Überdies hält Gerhard Ertl vom Fritz-Haber-Institut einen Plenarvortrag zu diesem Thema (29. März, 9:15 Uhr, Audimax). Ein anderer Schwerpunkt: Kohlenstoff-Nanoröhren - diese synthetischen Moleküle, deren Struktur an Maschendrahtzaun erinnert, besitzen außergewöhnliche elektronische und mechanische Eigenarten (30. März).
Einen Einblick in die Nanowelt gibt auch Michael Roukes vom California Institute of Technology: In seinem Plenarvortrag am 31. März lotet der US-Amerikaner die Grenzen der mechanischen Miniaturisierung aus (8:30 Uhr, Audimax). Lassen sich Halbleiter-Chips mit Nervenzellen verbinden? Wie funktioniert die ATP-Synthase - ein Biomolekül, das einer winzigen Rotationsmaschine gleichkommt? Solchen Fragen geht am 29. März das Symposium "Biologie und Physik" nach. Das Programm dieser Fachsitzung verdeutlicht die zunehmende Verzahnung von Biologie, Grenzflächenphysik und Nanotechnologie.
Im Rahmen einer Festsitzung am Mittwoch, den 29. März, ehrt die DPG Dr. Clemens Bechinger für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit: Der Konstanzer Physiker erhält den Walter-Schottky-Preis für Festkörperforschung. Im Rahmen derselben Festsitzung wird Dr. Thomas Michely mit dem Gaede-Preis der Deutschen Vakuum-Gesellschaft ausgezeichnet. Lehrerinnen und Lehrer können sich auf einer Fortbildung am 31. März sowie am 1. April über aktuelle Forschungsschwerpunkte und ungewöhnliche Arbeitsgebiete der Fachdidaktik informieren. Die Teilnahme an diesen "Lehrertagen" ist kostenlos. Auch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sind willkommen. Die Vorträge am 31. März vermitteln einen Einblick in die Nanotechnologie und in moderne Messtechniken wie die Ultrakurzzeitspektroskopie. Weitere Themen sind "Physik und Weltanschauung" sowie die naturwissenschaftliche Früherziehung. Die Vortragsreihe beginnt um 9:30 Uhr im Hörsaal H4 (Zentrales Hörsaalgebäude). Am 1. April, einem Samstag, werden Workshops angeboten. Zum öffentlichen Begleitprogramm gehören zwei Abendvorträge und eine Kunstausstellung. Die Kunstausstellung "Grenzflächen - Ästhetik der Physik" zeigt optisch ansprechende Bilder aus der Physik, die zum Beispiel mit einem Mikroskop aufgenommen wurden. Die Exponate sind auf der Galerie des Zentralen Hörsaalgebäudes zu sehen. Auf einer besonderen Veranstaltung am 30. März erwarten die Besucher musikalische Beiträge und Videoprojektionen. Diese Vorstellung beginnt um 19:00 Uhr im Hörsaal H3 des Zentralen Hörsaalgebäudes. Die beiden Vorträge finden jeweils ab 20:00 Uhr im Audimax statt (Eintritt frei). Am 28. März unternimmt Prof. Dr. Hans-Joachim Wilke eine Reise in die Vergangenheit unter dem Titel: "Wie der Mensch zur Elektrizität fand". Den Finanzmarkt aus der Perspektive eines Physikers beobachtet Diethelm Würtz in seinem Vortrag "Physik an der Börse" (29. März). Diese Veranstaltungen richten sich ausdrücklich nicht nur an Fachleute.
 


Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.dpg-physik.de/presse/term.htm
Deutsche Physikalische Gesellschaft Pressestelle c/o Iser & Putscher GmbH Telefon 02224-95 195 18 Fax 02224-95 195 19 E-mail: pr.dpg@iser-putscher.de

 

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